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| Rubrik: Ratgeber A - Z
» Eingewöhnung » Ein neuer Partner |
Die Eingewöhnung eines Wellensittichs
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Kapitel 7: Ein neuer Partner kommt hinzu
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Bei nur einem Wellensittich sollte es
natürlich nicht bleiben, da Wellensittiche Schwarmvögel sind und die
Gesellschaft - besonders die von Artgenossen - über alles lieben. Da ich gegen
die Einzelhaltung bin, habe ich auch diesen Aspekt auf meiner Homepage mehrfach
berücksichtigt und weise auch immer wieder darauf hin. So gehört nach
der erfolgreichen Eingewöhnung unbedingt ein zweiter Vogel dazu und bei diesem
Thema sind wir jetzt angelangt :-)
Auch wenn der geliebte
Wellensittichpartner gestorben ist und man sich deshalb entschließt, einen
zweiten oder weiteren Wellensittich hinzuzugesellen, man muss am Anfang mit
Streit rechnen. Wellensittiche sind richtige kleine Persönlichkeiten, im Grunde
genommen zählen sie zu den friedlichen Vögeln, aber es gibt auch unter
Wellensittichen eine Rangordnung, denn der alteingesessene Vogel teilt sein
bisheriges Spielzeug und seine Lieblingsplätze nicht so gerne mit dem Neuen.
Umgekehrt kann es auch passieren, dass der Neuankömmling - besonders wenn er
noch ganz jung ist - sich richtig breit macht im Käfig und den
"alten" unterbuttert, nach dem Motto "Hoppla, jetzt komm
ich!". So sind sie nun mal, unsere Lieblinge. Das Team muss sich erst
einspielen.
In einer großen Voliere ist das alles
kein Problem, hier ist genügend Raum vorhanden, genügend Futterplätze und
jeder kann, wenn er möchte den anderen aus dem Weg gehen. Das Aneinander-Gewöhnen
betrifft in erster Linie Vögel, die auf engem Raum ihr Leben miteinander
verbringen. Der Wellensittich hätte mit Sicherheit liebend gerne einen
Kameraden oder Partner, nur sind diese kleinen Burschen sehr besitzergreifend
und ihr Käfig ist ihre Burg und der Neue hat sich ihrer Meinung nach gefälligst
anzupassen. Nur erzähl das mal den Neuen, beim Futter u. dem Lieblingsspielzeug
auch eines friedlichen Tieres hört nämlich der Spaß auf!!!
Es gibt zwei Möglichkeiten, entweder
man lässt es darauf ankommen und setzt den "Neuen" sofort zu dem
Alteingesessenen in den Käfig (!!) oder man benutzt einen zweiten Käfig und
stellt diese nebeneinander, damit die beiden sich erst einmal aus einiger
Entfernung kennenlernen können (Idealfall).
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Sofort zusammen in
einen Käfig (!!)
Das Team hat keine Zeit, sich
einzuspielen: Obwohl es nicht der Idealfall des Kennenlernens ist, erwähne
ich es trotzdem. Hierbei muss man natürlich gut aufpassen, ob sich die beiden
auch verstehen, es kann sein, wenn der Alteingesessene längere Zeit ohne Vogel
war, dass er sogar Angst vor dem Neuen hat. Wie gesagt, diese Methode kann
schief gehen, weil der Alteingesessene wahrscheinlich nicht so ohne Weiteres
bereit ist, alles zu teilen u. den Neuen als Eindringling empfindet. Wenn
dieser erste Kontakt friedlich verläuft, dann heißt das noch lange nicht, dass
es ausgestanden ist. Zwischen den beiden, die sich bisher völlig fremd waren,
muss eine Freundschaft entstehen und das geht nicht von heute auf morgen. Es
kann immer noch zu Reibereien kommen. Am besten stellt man den beiden eine
zweite Futtergelegenheit zur Verfügung, es ist nämlich auch schon vorgekommen,
dass der Stärkere den anderen am Fressen gehindert hat und das kann im
schlimmsten Fall sogar bis zur starken Abmagerung kommen.
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Wellensittiche
langsam aneinander gewöhnen
Das Team kann sich in Ruhe
aufeinander einspielen: Das wäre das optimalste, wenn man die Möglichkeit
hat, einen zweiten Käfig neben oder in der Nähe des Alteingesessenen
aufzustellen, so dass sich die beiden erst einmal einige Tage beschnuppern können.
Danach könnte man schauen, wie sie beim Freiflug aufeinander reagieren. Auch
hierbei sollte man die beiden nicht unbeobachtet lassen, um nötigenfalls bei
Attacken die Kontrahenten abzulenken, am besten mit irgendwelchen Leckereien wie
Äpfel oder Kolbenhirse. Die beiden fressen dann zusammen und das verbindet.
Wenn alles friedlich verläuft, könnte es sein, dass der eine dem anderen in
seinen Käfig folgt. Das Freundschaftsband ist vielleicht noch locker, aber wenn
jetzt nichts schief geht, dann kann man die beiden eventuell für immer zusammen
lassen. Auch hier im Anfang noch ein Auge auf das frischgebackene Paar halten.
Falls nach dem Freiflug jeder in seinen
eigenen Käfig einkehrt, kann man diese gemeinsamen Freiflugstunden öfter
wiederholen. Irgendwann wird bestimmt einer sehr neugierig den anderen folgen
und dann beobachtet man das Ganze noch eine Weile, wie oben beschrieben. Lasse
deine Wellensittiche einfach gewähren, egal wie du sie aneinander gewöhnen möchtest.
Greife nur ein, wenn es wirklich nötig ist und einer ständig gejagt oder nach
ihm gehackt wird. Dieses kommt bei Wellensittichen aber im Grunde genommen nicht
all zu oft vor, es sei denn der alte ist sehr zahm, dann kann er eifersüchtig
auf den Neuen reagieren, wenn du dich mit ihm beschäftigst.
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Auf Nummer sicher
gehen
Bevor man Neuankömmlinge zu seinen Altvögeln
setzt, kann man die Neuen sozusagen in Quarantäne halten, um die anderen
vor eventuellen Parasiten oder anderen Krankheiten zu schützen. Damit ist
gemeint, man setzt den Neuvogel in einen separaten Käfig und lässt ihn dort 14
Tage, bevor man ihn zu den anderen setzt. Einige raten auch, den Neuzugang
vom Tierarzt durchchecken zu lassen, aber wenn der neue Vogel gesund
aussieht und sich normal verhält (also Kot normal, keine mit Kot verschmierte
Kloake, Vogel munter und frisst, Augen klar, keine weißen Punkte auf dem
Schnabel [Milben], Gefieder vollständig ausgebildet), ist dieses nicht
unbedingt notwendig. Kotuntersuchungen, um eventuelle Erreger feststellen
zu lassen, kann man auch machen lassen, ohne den Vogel zum Tierarzt zu bringen.
Würmer haben meistens die Vögel, die
aus unüberdachten Außenvolieren stammen.
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Ein gutes Wellensittichbuch, welches in in keinem
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Titel: Der Wellensittich. Artgerecht halten.
Gesund ernähren. Richtig verstehen.
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Autor: Annette Wolters
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