Allgemeine Ernährungstipps

Hier ein paar allgemeine Hinweise zum Futter unserer Wellensittiche, da Käfigvögel (besonders Wellensittiche) oft dazu neigen, zu dick zu werden.

Das Futter des Wellensittichs sollte nie nach höchstmöglichen Nährwert zusammengestellt werden - im Gegenteil. Viele Wellensittichbesitzer sind nach einigen Jahren gezwungen, ihre Lieblinge "in die Wüste zu schicken", das heißt: kein Futter mehr in den Näpfen, sondern Fütterung auf dem Fußboden, damit die Vögel gezwungen sind, sich das Futter zu suchen; nur noch Keimfutter und Grünzeug, KEINE Kolbenhirse mehr, keine Knabberstangen, wenig fettreiche Saat, viel Saat mit hohem Rohfaseranteil.

Wellensittich Übergewicht Und alles nur, weil die Lieblinge im Laufe der Zeit zu dick geworden sind und Fettgeschwülste angesetzt haben und fast flugunfähig geworden sind... Weibchen sind dabei besonders gefährdet, vielleicht auch, weil sie instinktiv dazu neigen, bei Überangebot Reserven für eine anstrengende Brutzeit anzufuttern.

In ihrer Heimat Australien legen Wellensittiche auf ihrer täglichen Suche nach Nahrung ca. 50 km pro Tag im straffen Flug fort. Sie besitzen einen regen Stoffwechsel und müssen daher bei jeder Gelegenheit Nahrung zuführen, trotzdem sind sie gut ausgerüstet, auch karge Zeiten und Wassermangel zu überstehen.

In unserem Wohnräumen leben die Vögel im Überfluss, große körperliche Anstrengen brauchen Sie nicht zu vollbringen und die Nahrung hängt vorm Schnabel. Und es kann in den Packungen nicht genug Eiweiß, Fett, Honig usw. sein, als würden sie Schwerstarbeit verrichten müssen.

Besonders günstig ist die Fütterung von Wildsaaten, da der hohe Schalenanteil das Ausknabbern erschwert und der Vogel sich sein Futter mehr erarbeiten muss. Oft ist auch der Fettanteil der Körner geringer. Ölsaaten sollten nur während des Winters (bei kälteren Temperaturen) oder der Brut gegeben werden oder nur gelegentlich bei nicht zu fetten Vögeln in kleinen Mengen. Kräuter und Keimlinge sind ein Muss. Kopfsalat sollte man meiden, wenn nicht sicher ist, dass er auch aus dem biologischen Anbau stammt (Unmengen von Pestiziden und Haltbarmachern), Möhre, Apfel, Birne, Trauben, Erdbeeren usw. sind immer gut, werden aber von vielen Vögeln zunächst verschmäht - immer wieder anbieten!

Ein prima Eiweißlieferant - und gesünder als Ei selbst - sind ein paar Sprossen Mangobohnenkeimlinge. Sie werden auch gern gefressen, weil sie sehr saftig sind. Ansonsten sind auch die Eiweißbomben etwas zu reduzieren, außer während der Brut. Da kann man auch schon mal Ameiseneier als Ergänzung anbieten.

Faustregel ist jedenfalls immer: Die Mischung macht's! Nicht eine Sorte Hirse o. ä. ist zu verteufeln, aber es sind möglichst viele mit Bedacht zu mischen und weniger (Nährstoffe) sind auch hier mehr! Bei Vitaminen sollte man stets auf die natürlich erzeugten (Obst, Gemüse) setzen. Künstlich erzeugte stehen schon lange im Verdacht, Krankheiten auszulösen, statt die Abwehr gegen sie zu fördern...

Die Nahrung der Wellensittiche enthält organische und anorganische Stoffe. Organische Stoffe enthalten Kohlenstoffe, dazu zählen Proteine, Kohlenhydrate, Fette und Vitamine, sie können durch Erhitzen verändert werden, sind also brennbar. Organische Stoffe enthalten Nährwerte in Form von Kalorien. Zu den anorganischen Stoffen zählen die Mineralstoffe, sind nicht brennbar und diese besitzen keine Nährwerte, sind aber von immens großer Bedeutung für den Körper. Der Bedarf an sämtlichen dieser Nährstoffe ist schwankend, da von den Lebensphasen abhängig. Mit den Lebensphasen ist Brut, Wachstumsphase, Mauser, Krankheit und Ruhezeit gemeint. Das Kapitel ist kompliziert und lässt sich nicht in wenigen Worten erklären. Wichtig ist, dass die Nahrung für unsere Sittiche Kohlenhydrate, Eiweiß, Fett, Vitamine und Mineralien enthalten muss.

Hirse enthält ca. 60% Kohlenhydrate, ca. 10-12% Protein und 4% Fett, ist daher ideal für die Basis-Ernährung.

Klick auf die Links, um über das Thema Vitamine, Proteine, Mineralstoffe und weitere Nährstoffe (Mineralstoffe, Kohlenhydrate, Fette, Wasser) mehr zu erfahren.

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