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 Mein lieber Freund, mein Baby Freddie ist von mir gegangen. 

Du warst seit einigen Tagen etwas hinfällig und wolltest nicht mehr fressen und trinken, dazu musste ich dich sogar zwingen. Wir waren beim Tierarzt, du lagst in der Hand der Tierärztin und hast dich gar nicht wohl gefühlt, dann kam das böse Stethoskop und du bekamst einen Riesenschrecken. Noch kurz Krallenschneiden, dann setzte sie dich in den Käfig zurück. Du schafftest es nicht mehr, am Gitter wieder hochzuklettern und bist einen Herztod gestorben und lagst dann auf den Rücken.

 

Am 30. Oktober 2009 gegen 16.00 Uhr musste ich von meinem Liebling Freddie Abschied nehmen. Als es passierte, stand ich unter Schock, es fühlte sich so an, als ob mir der Boden unter den Füßen weggezogen wurde. Er war derjenige, der meine Micky noch gekannt hat, und nach ihrem Tod hat er meine ganze Liebe bekommen. Alle anderen Wellensittiche habe ich nur Freddie's wegen angeschafft, damit er Gesellschaft und einen richtigen Schwarm hat. Er war auch derjenige, zusammen mit den anderen selbstverständlich, der mich über die schlechten Jahre hinweggeholfen hat. Denn die letzten Jahre waren nicht einfach.

Seinetwegen und wegen meiner anderen Wellis habe ich weiter gelebt, denn oftmals hatte ich dazu keine Lust mehr. So haben mir meine Vögel, allen voran Freddie, doch noch etwas Lebensmut gegeben. Es gibt tatsächlich Menschen, die anderen das Leben zur Hölle machen können. Diese Menschen empfinde ich als herzlos und egoistisch und ihnen geht es nur um sich selber, das ganze Leben dreht sich nur um sie und mit Ellenbogen drängen sie alles andere, was nicht in ihr Konzept passt zur Seite oder sie walzen andere einfach ganz bewusst nieder. Dabei fühlen sie sich auch noch im Recht, aber wer Recht hat oder nicht, weiß jemand anderer ganz genau. 

Ja, leider wurde mir das Leben schwergemacht. Ich habe seit Jahren schwere Depressionen und auch oft Alpträume, was in den letzten Jahren schlimmer wurde. Mir geht es fast nur schlecht, die wenigen Tage, die es mir "einigermaßen" geht, würden andere Leute als einen sehr miesen Tag bezeichnen. Schade, dass es Menschen gibt, die keine Skrupel haben, anderen das Leben schwer zu machen. Ja, Stress und Ärger über einen langen Zeitraum kann krank machen, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Aber das ist ein anderes Thema, über dass ich viel schreiben könnte, es aber nicht mache, weil es hier nicht hingehört.

Freddie, ich danke dir für die schöne Zeit, die ich mit dir haben durfte. Ich danke dir für die schöne Zeit, in der mir ganz warm ums Herz wurde, wenn ich dich beobachtet, mit dir gespielt, mit dir geredet, mich um dich gesorgt, dich verpflegt, dich mit den anderen in Aktion beobachtet habe und für die letzten Tage und Stunden, in denen ich intensiv für dich da war, um dich zum Fressen zu animieren. Ich danke dir für den Trost, den ich in schweren Jahren durch dich hatte, einfach nur dafür, dass du da warst und für jedes Lächeln, dass du auf mein Gesicht gezaubert hast. Du warst mein bester Freund!

Es trauern mit mir: Robby, Konny, Miss Elli und Gina.

Deine Freunde vermissen dich schon den ganzen Tag. Sie merken auch, dass etwas nicht stimmt. Und ich kann es irgendwie noch nicht fassen, aber so langsam dämmert es mir, dass du nicht mehr wieder kommst und das schmerzt so schrecklich. Es dringt ganz langsam in mein Bewusstsein rein und zerreißt mich. Du hinterlässt eine sehr sehr große Lücke.

Foto: mein unvergessener Freddie war 8 Jahre + 3 Monate bei mir.

geschrieben am 31.10.09 - einen Tag nach Freddies Tod.

Auch wenn es eine Woche her ist, ich vermisse ihn noch immer, eines Tages wird der Schmerz nachlassen und er behält einen warmen Platz in meinem Herzen, dort wo auch schon alle anderen Lieblinge sind. "Als Fremde lernten wir uns kennen, als Freunde mussten wir uns trennen!" - wie wahr!

Jetzt ist es über 5 Wochen her und ich denke noch oft an ihn, ich hatte Freddie richtig gern gehabt. Durch Freddies Tod ist in meinem Minischwarm das Chaos ausgebrochen. Die anderen Vögel haben sich total verändert und waren desorientiert. Miss Elli und Robby waren immer ein Paar, sie sind nicht mehr zusammen. Miss Elli will nicht mehr. Robby steht aber auch auf Konny und belästigt ihn. Nur musste ich Robby von den anderen separieren, weil so einiges passiert ist.

Und zwar fing Robby plötzlich an zu lahmen, sein linkes Füßchen war verletzt und ist es immer noch, er kann damit nicht richtig auftreten, weil seine Zehe verrenkt, vielmehr mehr das Fußgelenk und wohl entzündet ist. Zwischenzeitlich wurde Miss Elli ernsthaft krank, sie würgte mehrere Tage hintereinander und wollte nicht mehr fressen. Ich musste sie zwangsernähren, mit einer Spritze bekam sie eine spezielle Lösung in den Schnabel eingeträufelt (bestehend aus Baytril, Catosal, Nux vomica homaccord, etwas Honig und ein wenig Schmelzflocken). Diese flüssige Nahrung und das Antibiotikum hat sie am Leben erhalten. Irgendwann fing sie dann wieder an zu fressen. 

Das war aber nicht alles. Während dieser Tage ist noch mehr passiert, beim Freiflug hat Konny den Robby sehr hart in seinen gesunden Fuß reingebissen und es hat stark geblutet. Am nächsten Tag ist wieder was passiert. Unter Robbys Schaukel bemerkte ich sehr viel Blut und noch mehr Blut war auf den Fliesenboden gespritzt, sogar an der Gardine war Blut. Vermutlich hat Robby sich wohl neben Miss Elli auf die Schaukel gezwängt und sie hat ihn dabei in sein Bein gebissen. Ich habe die beiden sofort getrennt. Es sah nicht gut aus, denn Wellensittiche besitzen nur 10 % ihres Körpergewichts an Blut, das wären bei Robby mal gerade um die 5 ml Blut und er hatte wirklich eine Menge Blut verloren, mehr als am Vortag durch Konnys Biss. Am Abend ist die Wunde von alleine wieder aufgegangen und wieder hat er mehrere Tropfen Blut verloren. Ich hatte keine Hoffnung mehr, dass er es schafft. Meine Mutter und ich haben versucht, ihn zu verbinden, aber es hat nicht geklappt, am Ende hatte er Pflaster an seinen Federn kleben, auch versuchte er wie von Sinnen den Verband wieder abzureißen und so haben wir ihm den Verband wieder abgemacht, bevor er noch mehr Kraft vergeudete.

Zum Glück erlebte er die Nacht, ohne seine Wunde zu beknabbern. Jetzt hoffe ich nur, dass das keine Spätfolgen für ihn hat, denn so ein hoher Blutverlust bedeutet auch, dass einige wichtige Organe für eine lange Zeitspanne unterversorgt waren (bis sich das Blut wieder neu gebildet hat, was ja nun mal nicht innerhalb eines Tages geschieht), dass kann eben ungeahnte Folgen nach sich ziehen, z.B. Schäden an der Leber oder den Nieren...

Auch Miss Elli hat es geschafft, sie war ja aufgrund ihrer Futterverweigerung und dem ständigen Hochwürgen von dem Wenigen, was sie zwangsweise zu sich genommen hat, total abgemagert und geschwächt. Seit ein paar Tagen fliegt sie wieder. Ich muss aber trotzdem weiter ein Auge auf sie halten. Ich selber war ebenfalls während der letzten Wochen sehr krank. Wenn es kommt, dann richtig.

 

geschrieben am 04.12..09 - ca. 5 Wochen nach Freddies Tod.

Seit einiger Zeit gibt es einen Neuzugang. Er heißt Heiko und ist noch ein Jungvogel, vielleicht 3 oder 4 Monate alt.

 

 

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