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Allgemeine Tipps zum Sand, zur Gefieder- u. Krallenpflege
Vogelsand: Der Vogelsand dient ebenfalls der Hygiene des
Vogels und es ist deshalb sehr wichtig, dass der Boden des Käfigs damit in nicht
zu dünner Schicht ausgestreut ist. Der Sand sollte nach Möglichkeit jeden
dritten Tag oder zumindest einmal pro Woche ausgewechselt werden. Je nachdem,
wie viele Vögel sich einen Käfig teilen, ist dementsprechend öfter der Sand zu
erneuern. Wenn sich bei mehreren Vögeln im Käfig in kurzer Zeit zu viele
Kotbällchen auf dem Boden befinden, kann man diese auch mit einem Löffel
entfernen. Übrigens, der Sand zum Ausstreuen des Käfigbodens ist nicht nur nötig
für die Hygiene, nein, er ist auch eine wichtige Verdauungshilfe, denn
Wellensittiche besitzen ja keine Zähne und die Steinchen braucht der
Wellensittich, damit die Nahrung zerkleinert u. zerrieben wird. Außerdem
befinden sich im Vogelsand Kalk - u. Mineralstoffe. Falls aus irgendeinem Grund
der Käfig mit einem anderen Material ausgestreut wird (Buchenholzgranulat),
sollte der Sand in einem Extra-Napf angeboten werden. Soviel zur Wichtigkeit des
Vogelsandes.
Gefiederpflege (Baden) : Wie oben
schon erwähnt, braucht der Wellensittich bei seiner Gefiederpflege keine Hilfe.
Er glättet sein Gefieder, befreit es von Staub und fettet es auch ein. Man kann
ihm aber zur Freude ab und zu ein Badehäuschen in den Käfig hängen, da einige
Wellensittiche ein kurzes Planschen im Wasser sehr genießen. Andere wiederum
ziehen das Besprühen mit einer Sprühflasche vor oder reiben sich am nassen
Salatblatt. Das Badewasser muss ebenfalls von der gleichen Qualität wie das
Trinkwasser sein, da der Wellensittiche meistens davon ein paar Schluck trinkt,
bevor er sich ins Badevergnügen begibt. Die Temperatur des Wassers darf weder zu
kalt noch warm sein (am besten nur ganz leicht temperiert oder handwarm). Der
Vogel sollte nach dem Baden noch Zeit haben zu trocknen, kurz vor dem
Schlafengehen wäre es sehr unpassend, da die Körpertemperatur u. der
Stoffwechsel während des Schlafens gesenkt wird und er sich im nassen Federkleid
eine schwere Erkältung zuziehen kann. Nachdem der Vogel ausgiebig gebadet hat,
ist er sehr empfindlich gegenüber Temperaturschwankungen, deshalb nach dem Bad
für Wärme sorgen. Sei aber nicht enttäuscht, wenn dein Wellensittich überhaupt
keine Wasserratte ist und nicht baden möchte, er braucht es nicht unbedingt für
die Gefiederpflege, da er von Natur aus anders ausgestattet ist, um seine Federn
zu säubern.
Wichtig zum Thema Baden!
Baden soll Spaß bleiben und ist kein Muss für den Vogel.
Auf Qualität u. richtige Temperatur des Badewassers achten!
Nach dem Vogelbad für gleichmäßige Wärme sorgen - keine Kälte, keine starken Temperaturschwankungen.
Schnabelpflege: Zur
Schnabelpflege benötigt der Wellensittich einen Schnabelwetzstein, auch
Pickstein genannt oder eine Sepiaschale, die man im guten Zoofachgeschäft
kaufen kann. Auch frische Zweige von Obstbäumen zum Benagen kann man ihm zu
diesem Zweck reichen. Das dient dazu, damit sein Schnabel sich gleichmäßig
abnutzt und nicht zu lang wird.
Krallenpflege: Wenn man auf die
Plastikstangen im Käfig verzichtet und statt dessen Obstbaumzweige als
Sitzstangen anbietet, wird der Wellensittich seine Krallen auf natürlichem
Wege abnutzen. Falls diese aber dennoch einmal zu lang geworden sind, das
erkennt man daran, wenn der Vogel des öfteren mit den Flügeln flattert, weil
er irgendwo hängen geblieben ist, ist das Beschneiden der Krallen unumgänglich.
Wenn man es nicht macht, bleibt er womöglich irgendwann einmal irgendwo hängen
u. kann sich nicht befreien, dabei ist die Verletzungsgefahr sehr groß. Er könnte
sich im harmlosesten Fall den Fuß verrenken, im schlimmeren Fall eine Kralle
verlieren, sich den Zeh oder Fuß brechen u. im allerschlimmsten Fall erhängen.
Soweit muss es nicht kommen. Der
Tierarzt wird dem Vogel mit einer Nagelzange die Krallen kürzen, das tut dem
Vogel nicht weh. Ich rate aber jedem Anfänger davon ab, es selber zu
versuchen, da man dafür ein gutes Augenmaß u. eine sichere Hand braucht.
Macht man den Fehler und schneidet die Krallen zu kurz, kann man eine wichtige
Ader verletzen u. der Vogel verliert Blut. Selbst ein paar Tropfen reichen
schon, dass der Vogel sehr viel Blut verliert und er besitzt nicht viel Blut.
Man kann das Krallenschneiden aber
lernen. Man lässt es sich vom Tierarzt oder Züchter zeigen oder schaut genau
zu, wie er es macht. Hält man die Krallen etwas gegen das Licht, erkennt man
die Blutgefäße recht gut. Beim Kürzen unbedingt darauf achten, dass man ca.
2 bis 3 mm von den Blutgefäßen entfernt bleibt.
Wenn du es dir selber zutraust und es
dir beim Tierarzt oder Züchter einmal angeschaut hast, dann gehe folgendermaßen
vor:
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Halte für alle Fälle
blutstillende Watte bereit, die sowieso in jede Vogelapotheke gehört oder
aber ein Stück weiche Seife.
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nehme den Vogel zum
Krallenschneiden in Bauchlage (Bauch zeigt nach oben) in die linke Hand.
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Das Köpfchen liegt dabei zwischen
Zeige- u. Mittelfinger. Die anderen Finger halten einen Fuß so, dass die
Zehen deutlich und ungehindert zu sehen sind.
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Halte die Zehen mit den Nägeln
gegen eine Lichtquelle, so dass du im Gegenlicht die im Nagel verlaufenden
Blutadern deutlich sehen kannst.
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Von diesen Adern circa 2 - 3 mm
davon entfernt bleiben.
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Den Nagel mit einer scharfen
Nagelschere oder -zange in Wachstumsrichtung des Nagels abschneiden.
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Sollte ein kleines Malheur passiert
und eine Ader verletzt worden sein, dann drücke die blutstillende Watte
auf die blutende Wunde oder aber drücke die verletzte Kralle in das Stück
weiche Seife, bis es aufhört zu bluten.
Wichtig zum
Thema Krallenschneiden!
Nicht nur die Zehen, sondern auch die Krallen sind mit Blutgefäßen u.
Nervenbahnen versehen, die nicht beschnitten werden dürfen!
Solltest du es dir nicht zutrauen und unsicher sein, dann überlasse das
Krallenschneiden besser einem Tierarzt oder Züchter.
Junge Vögel haben normalerweise keine Probleme mit zu langen Krallen,
darunter leiden meistens etwas ältere Vögel u. solche, die zu wenig
Abwetzmöglichkeiten für die Krallen haben.
Meine Wellensittichdame muss leider
zweimal im Jahr diese ungeliebte Prozedur über sich ergehen lassen, da sie
erstens schon recht alt ist u. zweitens nach einem verheilten Beinbruch sich
die Krallen nicht mehr so abwetzen kann.
Noch ein paar
Extra-Tipps zum Thema Futter & Wasser:
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Frischkost wie Obst, Gemüse,
Salat, Keimfutter etc. noch am gleichen Tag aus dem Käfig entfernen,
damit sich keine Bakterien oder Schimmelpilze ansiedeln können o. es
ungenießbar wird (welke Salatblätter).
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Trinkwasser jeden Tag erneuern. Im
Sommer bei großer Hitze am besten sogar zweimal täglich.
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Futterschalen und -behälter
mehrmals täglich überprüfen, ob sie noch gefüllt sind u. der Vogel
ohne weiteres an die Körner herankommt. Da der Wellensittich die Schalen
ausspuckt u. nur das innere Korn herunterschluckt, sieht der Futternapf
zwar gefüllt aus, er ist es aber nicht. Der Wellensittich kommt nicht so
ohne Weiteres an die darunter liegenden Körner. Ich nehme dann immer den
Napf heraus und blase die oberste Schicht ab. Die leichteren Schalen
fliegen weg und die darunter liegenden Körner sind für den Wellensittich
wieder erreichbar.
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