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Die Gesundheit des Wellensittichs

Kapitel: FAQ zur Kropfentzündung Teil 2:

Da sicherlich schon viele ihre eigenen Erfahrungen gemacht haben, ist das Thema Kropfentzündung "immer aktuell". Hier geht es um die Ursachen und wie die Behandlung einer Kropfentzündung vonstatten geht, desweitern werden Vorbeugungstipps gegeben.

Ursachen

meist Bakterien oder Pilze, Kokkzidien (meist dann auch Trichomos), Colikeime (auch ein Bakterium), seltener Viren, auch Milben, und noch andere unbekannte Auslöser.

Das Ursachenfeld, wie man sieht, ist zu reichhaltig, so dass ein vogelkundiger Tierarzt erst einmal die URSACHE herausfinden muss, durch Kropfabstrich und Kotuntersuchung.

Ein RICHTIG kundiger TA kann sogar gewisse Untersuchungen selbst machen, weil bestimmte Bakterien, Pilze, ggf. auch Milben bei einfachster Untersuchung schon nachzuweisen, einzuordnen, und zu behandeln sind.

Nur so wird kostbare Zeit gespart, da ein Vogel, wenn er dann eine ernsthafte Kropfentzündung hat, sogar innerhalb von 2-4 Tagen sterben kann - nicht muss.

Es ist also Eile geboten; das weiß auch ein guter Tierarzt.

Behandlung u. Vorgehen

Was eine Kropfspülung bei Vögel angeht, so wird ein Medikament per Knopfkanüle in den Kropf eingespritzt, auf die die Verursacher der Entzündung dann hoffentlich empfindlich reagieren, abgetötet werden, die Entzündung hört auf, weh zu tun, der Vogel erholt sich langsam , fängt zaghaft wieder zu fressen an; je nach Schweregrad nach ca. 2-6 Stunden; vorzugsweise weiches Futter, Aufzuchtfutter, Keimfutter.

Am nächsten Tag sollte der kleine Körper sich soweit regeneriert haben, dass der kranke Piep die ersten Körner versucht, vorher trinkt, damit das Futter gleich aufgeweicht/vorverdaut werden kann usw.

Sollte dieser Verlauf NICHT so eintreten, muss davon ausgegangen werden, dass ein noch ernsterer Hintergrund vorliegt, sprich resistentere Bakterien, Luftsackmilben, Viren, Keime oder gar Trichomonaden.

Dies bedarf dann eines extrem erfahrenen Tierarztes, bzw. Veterinärs, der von Vogelkunde, Medikamentenwirkung und vor allem vom Krankheitsbild etc. echte Ahnung hat. Spätestens hier sollte man sich vergewissern, ob der eigene Tierarzt wirklich vogelkundig ist!

Es ist während der gesamten Krankheitszeit darauf zu achten, und vor allem auch zu KONTROLLIEREN, dass der Vogel das Futter auch tatsächlich aufnimmt, und nicht nur so tut, als ob er frisst, nur weil er am Futternapf sitzt und mit den Körnchen im Schnabel spielt und wieder fallen lässt.

Die Futterstandsprobe ist in wenigen Sekunden gemacht und der Rund- oder Spitzbauch schnell festgestellt; ebenso dann auch die Erholung, wenn ein Spitzbauch wieder ein Rundbauch wird, was normaler Weise innerhalb von ein bis drei Tagen passiert.

Wie man schon erahnen kann, kommt man leider nicht darum herum, den Vogel in die Hand zu nehmen. Dies sollte natürlich nur so oft wie nötig geschehen. Sollte eine Weiterbehandlung zuhause erforderlich sein, müssen sämtliche Vorbereitungen für eine eventuelle Behandlung erledigt sein, bevor der Vogel zur eigentlichen Behandlung festgehalten wird.

Vorbeugende Maßnahmen

  • Max. einmal wöchentlich Apfelessig in das Trinkwasser geben, Dosierung: 1 EL Apfelessig auf einen halben Liter Wasser. Ananassaft, frisch (nicht aus der Dose wegen des Zuckergehaltes) soll auch gut geeignet sein.
  • Was die eigene Vorbereitung auf eine Kropfentzündung angeht, so sollte man schwarzen Tee, Propolis und SC10 von Ricos, eine Plastikspritze ohne Nadel aus der Apotheke sowie Weichfutter / Aufzuchtfutter für Wellis zu Hause haben.
  • Spiegel oder ähnliches Spielzeug, dass zum "Füttern" geeignet ist, gehören grundsätzlich nicht in den Käfig und sind spätestens bei einer Kropfentzündung aus dem Käfig zu entfernen.
  • Den Wellensittich schon früh an weiches Futter gewöhnen, so wird er im Ernstfall nicht die Nahrungsaufnahme verweigern. Z.B. Quell- und Keimfutter sind ohnehin besonders leicht verdaulich und vitaminreich und sollten regelmäßig auf dem Speiseplan stehen.

Hygiene

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Hygiene der Futter –und Trinknäpfe/Röhren. Mal abgesehen davon, dass unser Wasser teilweise auch nicht das Beste bietet, sollte dringend darauf geachtet werden, dass die Wasserbehälter nicht nur gewechselt werden (und ich meine wechseln), also nicht nur das alte Wasser raus und neues Wasser rein - in den gleichen Behälter, sondern einen zweiten Behälter haben, der gesäubert und desinfiziert und vor allem ca. 24 Stunden ausgetrocknet ist.

Was unser Wasser angeht, so sind manchmal; je nach Jahreszeit; schon Bakterien, Keime und sogar noch andere Krankheitserreger bereits vorhanden – im Wasser aus der Wasserleitung: Nun, wer kann schon als Otto Normalverbraucher kontrollieren, ob ausgerechnet mein Wasser aus der Leitung tatsächlich sauber ist?

Da ich dies nicht kann, muss ich also andere Vorbeugungsmaßnahmen treffen. Zum Beispiel wäre ein Plan nicht schlecht, wann man welche Zusätze und wofür beimischt; wenn man es für richtig/nötig hält.

 

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Buchtipp

In diesem Buch werden ausführlich die Medizinsysteme wie Akupunktur und Akupressur, die Homöopathie oder die Bach-Blüten-Therapie und ihre praktischen Anwendungen vorgestellt und erläutert.

Inhalt:

  • Der Körperbau und die Akupunkturpunkte des Vogels.
  • Die homöopathische Hausapotheke.
  • Auswahl und Verabreichung von Bach-Blüten.
  • Die Farbtherapie.
  • Der kinesiologische Surrogat-Test.
  • Fallbeispiele für Heilungs- und Linderungsprozesse.
  • Wahrnehmungsübungen für Vogelhalter.

Titel: Neues Heilen. Vögel.

Autor: Rosina Sonnenschmidt und Marion Wagner