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| Rubrik:
Tipps, Tricks & FAQ's » Wellensittiche + Pflanzen + Hölzer |
Die wichtigsten Tipps für den Wellensittichhalter
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Kapitel 3: Wellensittiche und Pflanzen + Hölzer
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Nicht alle Pflanzen, die so in unseren Wohnbereichen
herumstehen, sind gut für Wellensittiche. Sagen wir mal so, die
meisten sind schwach- bis hochgiftig und daher unverträglich.
Selbst wenn beim Benagen einer Pflanze nicht sofort etwas passiert,
kann es auf Dauer einige Organe des Wellensittichs schädigen. Hier
eine kleine Liste für den Wellensittich-Halter, welche Pflanzen verträglich
oder unverträglich sind. Sollte man die eine oder andere Pflanze bei
sich vorfinden, so gilt es - zumindest während des Freifluges - diese
aus dem Zimmer zu verbannen oder mit einer großen Mülltüte oder
Plastiktüte gut abzudecken.
Anmerkung: Diese Liste wurde nach bestem Wissen
unter Verwendung verschiedener Quellen zusammengestellt und erhebt
weder Anspruch auf Vollständigkeit noch auf hundertprozentige
Richtigkeit. Bei den meisten Pflanzen ist immer größte Vorsicht
geboten, da sich auch hier oft die "Gelehrten" streiten. Es
kann keinerlei Haftung für Ansprüche übernommen werden, die aus
dieser Aufzählung erwachsen könnten.
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Ungiftige
Pflanzen
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Bananenpflanze
Chicoree
Eberesche
Eukalyptus
Feuerdorn
Grünlilie*
Hibiskus
Kamille
Kokospalme |
Löwenzahn
Linde
Magnolie
Pappel
Passionsblume
Pfefferminz
Ringelblume
Rose
(Hagebutte)
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Schwarzdorn
Vogelmiere
Weide
Weißdorn
Zimmerlinde
Zimmerwein
Zitronenbaum |
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Unverträgliche
Pflanzen
* = leicht ** = mittel (wahrscheinliche Krankheitsfolgen)
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Arnika*
Avokado*
Buchsbaum*
Drachenbaum*
Efeu*
Flamingoblüte*
Goldtrompete*
Grünlilie*
Monstera*
Philodendron*
Schefflera*
Wacholder*
Yucca* |
Ackergauchheil**
Akazien**
Birkenfeige**
Blaustern**
Diptam**
Edelweiß**
Eibe**
Eisenhut**
Faulbaum**
Gottesgnadenkraut**
Heckenkirsche**
Konrade**
Leberblümchen**
Liguster** |
Mahonie**
Märzenbecher**
Mistel**
Nelken**
Porzellanblume**
Rittersporn**
Robinie**
Sauerklee**
Schlafmohn**
Trollblume**
Veilchen**
Waldgeißblatt**
Wunderstrauch**
Zwergmispel** |
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Schädliche
und giftige Pflanzen
(mit schweren Krankheits- oder sogar Todesfolgen)
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Adonisröschen
Anemonen
Aronstab
Bogenhanf
Brechnuss
Calla
Christrose
Christusdorn
Dieffenbachia
Eibe
Euphorbien |
Fingerhut
Goldregen
Herbstzeitlose
Hyazinthen
Kaiserkrone
Kirschlorbeer
Kleines
Immergrün
Korallenstrauch
Küchenschelle
Maiglöckchen
Narzissen |
Nieswurz
Oleander
Pfaffenhütchen
Primeln
Seidelbast
Stechapfel
Tabak (Nicotiana tabacum)
Tollkirsche
Usambaraveilchen
Weihnachtsstern
Wolfsmilchgewächse |
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Unklarheiten
Im Internet sind auf Homepages die verschiedensten Listen über giftige
Pflanzen zu finden, in denen sich zum Teil widersprochen wird. Das liegt zum
einen daran, dass selbst Fachleute zum heutigen Zeitpunkt noch nicht wissen,
inwieweit eine bisher als ungiftig eingestufte Pflanze doch eine Langzeit- bzw.
Spätwirkung haben könnte. Eventuell sind diese Listen auch nicht immer auf den
neuesten Stand, besonders was Wellensittiche betrifft.
Zum anderen ist Gift auch immer eine Sache der Menge und Konzentration. Oder
wie oft jemand mit diesem Gift in Berührung kommt oder wie viel er jedes Mal
aufnimmt. Einige Pflanzen sind hochgiftig, andere schwachgiftig, bei bestimmten
Pflanzen sind auch nur gewisse Teile giftig (z.B. Blüten, Blätter, Wurzeln, Früchte,
Rinde, Stiel). Wichtig ist hier die Vorbeugung, denn wenn auch einzelne
Bestandteile giftig sind, wer will garantieren, dass der Wellensittich genau
diese giftigen Teile nicht beachtet und sich nur an die ungiftigen einer Pflanze
hermacht oder wie viel er davon nascht. Deshalb besser auch die schwachgiftigen
aus dem Vogelzimmer entfernen.
Nach neuester Erkenntnis habe ich die Grünlilie bei den ungiftigen Pflanzen
gestrichen und zu den leicht giftigen Pflanzen eingetragen.
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Yucca - Drachenbaum - Bogenhanf
Das sind die in unseren Wohnzimmern wohl am häufigsten anzutreffenden
Pflanzen, die auch gerne von unseren Vögeln angeknabbert werden und auch diese
tauchen mal als giftig, dann als ungiftig in Listen auf. Alle drei Pflanzen
enthalten sogenannte Steroidsaponine, die zu einer Schleimhautreizung führen
und auch eine Blutzersetzung bewirken können. Bei Katzen und Hunden wirkt
dieses Gift hochgiftig. Wie es bei Vögeln ist, ist noch nicht so ganz
erforscht. Aber Vorsicht ist hier dennoch angebracht.
Meine Sittiche haben auch mehrmals am Drachenbaum geknabbert und es ist mir
bisher noch nichts Negatives aufgefallen, aber das kann dennoch so sein, dass
sie ihren Körper durch dieses Gift belasten und sie eine Disposition zu einer
bestimmten Krankheit bekommen. Mittlerweile decke ich meine Pflanzen mit
Plastiktüten ab und das Rascheln, welches entsteht, wenn sie näher fliegen,
schreckt sie zudem auch noch ab.
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Gummibaum - Benjamin
Auch diese sehr oft bei uns anzutreffende Zimmerpflanze gehört zur Familie
"Moraceae", der Maulbeerbaumgewächse. Weitere Arten sind: Ficus
elastica - Gummibaum, Ficus benjamina - Birkenfeige, Ficus benghalensis -
Banyanbaum, Ficus religiosa - Bobaum, Ficus carica - Feigenbaum, Ficus lyrata -
Geigenfeige, Ficus diversicola, Ficus pumila - Kletterficus, Ficus magnolioides.
Der Milchsaft dieser Ficus-Arten enthält u. a. flavonoide Verbindungen und
Furocoumarine. Diese bewirken Haut- und Schleimhautirritationen. Die klinischen
Symptome sind Erbrechen und Durchfall. In größeren Mengen auch Krämpfe, Lähmungen
oder Tod.
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Hölzer zum Beknabbern und als
Sitzstangen
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Um den Vögeln etwas Beschäftigung zu bieten und sie
gleichzeitig mit wertvollen Nahrungsbestandteilen zu versorgen, sollten die Zweige
folgender Bäume und Sträucher zum Zernagen angeboten werden:
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Birke*, Kastanie, Linde, sämtliche Obstbäume,
Pappel, Vogelbeerbaum, Weide und Weißdorn.
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Etwas härter und somit hervorragend zur Herstellung
von Sitzstangen und Kletterbäumen geeignet ist das Holz folgender Bäume:
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Ahorn, Buche, Eiche**, Esche, Ulme und Walnuss.
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Als für Vögel ungeeignet oder sogar giftig haben
sich
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Akazie, Eibe, Goldregen, Schneeball, Schwarze
Heckenkirsche, Stechpalme, Zwergholunder sowie sämtliche Nadelbäume***
erwiesen.
Selbstverständlich dürfen die angebotenen Zweige und Äste
nicht aus unmittelbarer Straßennähe stammen oder mit Insektiziden
gespritzt sein. Eine Reinigung der Hölzer mit klarem Wasser ist auf jeden
Fall empfehlenswert.
*Das Holz der Birke ist recht weich, kann für Wellensittiche u. kleinere
Papageien als Sitzstangen angeboten werden.
**Die Eiche ist zwar als Sitzstange geeignet, aber wegen der darin
enthaltenen Gerbsäure zumindest bei frischer Eiche sollte man vorsichtig
sein, da Wellensittiche die Äste auch gerne beknabbern und das ist nicht
sehr bekömmlich für den Vogel .
***Nadelbäume sind als Sitzstangen zwar geeignet und auch nicht giftig,
aber frische Zweige enthalten oftmals Harze, die zum einen nicht bekömmlich
sind und zum anderen zu Verklebungen führen können.
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| Unser Forum |
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Wenn du Fragen zum Thema Wellensittiche hast, besuch doch
einfach unser Forum. Wir haben dort auch ein Forum für Fragen zu Krankheiten
eingerichtet.
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Schau doch mal rein!
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| Merke: |
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Merke: Auch wenn
beim einmaligen oder mehrmaligen Beknabbern einer Pflanze nichts auffällt
oder der Vogel sofort krank wird, kann es dennoch dazu führen, dass die
Organe des Vogels langsam aber sicher geschädigt werden und dies kann dann
irgendwann zu schlimmen Krankheiten oder seinem vorzeitigen Tod führen.
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| Anmerkungen: |
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Schleimhautreizend wirkt der Verzehr von Efeu, Fensterblatt (Monstera),
Flamingoblume, Goldtrompete, Kolbenfaden, Philodendron und Schefflera.
Besondere Verletzungsgefahr besteht bei einer Reihe von
Kakteen.
Die obengenannten Pflanzen sollten sich nach Möglichkeit
nicht in einem Raum mit freifliegenden Papageien befinden.
Hat dein Vogel trotz aller Vorsicht schädigende
Pflanzenteile aufgenommen und zeigt er verschiedene Vergiftungssymptome wie
Würgen, Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit und Schwäche, so sollte
unverzüglich einen Tierarzt konsultiert oder mit einer Spezialklinik
Kontakt aufgenommen werden.
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| Holzarten: |
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Ahorn
Bambus*
Birke
Buche
Eiche
Erle
Esche
Haselnuss
Holunder**
Kastanie
Linde
Obstbäume
Pappel
Ulme
Walnuss
Weide
* Da das Holz des Bambus sehr glatt ist, sollte man es als
Sitzstange nicht ausschließlich anbieten, wegen der Gefahr des Abrutschens!
** Die Rinde des Holunders ist schwach giftig, wenn Vögel größere Mengen
davon verzehren. Da das so gut wie nie vorkommt, ist auch Holunder als
Sitzstange erlaubt. Um ganz sicherzugehen kann man noch die Rinde ablösen.
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