Vergesellschaftung in einen Schwarm

Allgemein: Wellensittiche sind nicht schwer zu vergesellschaften, da sie sehr soziale Tiere sind und ungern alleine. Ein Neuling läst sich meist gut in eine Gruppe integrieren, eine gewisse Anlaufzeit ist normal. Bei der Vergesellschaftung von Wellis sind dennoch ein paar Dinge zu beachten, damit sie erfolgreich verläuft.

Nach einer gewissen Quarantänezeit in einem Extra-Käfig in einem anderen Zimmer und dem Okay vom Tierarzt, kann man mit der Vergesellschaftung beginnen. Am Besten ist es, dies an einem Morgen zu tun. Hierfür stellt man beide Käfige nebeneinander in das Zimmer und öffnet das Türchen an beiden Käfigen. Die Wellis haben so erst mal die Möglichkeit, sich aus einer gewissen Distanz und ihrem gewohnten Käfig kennen zu lernen. Ebenso haben sie die Möglichkeit, heraus zu gehen und dies bei einem Freiflug zu tun.

Nach dem Öffnen der Tür sollte man ruhig in dem Zimmer sich hinsetzen, wo man sie gut beobachten kann. Von nun an heißt es abwarten, was sie machen werden. Nach kurzer Zeit werden sie rufen und mit einander reden. Es kann auch sein, das erst mal eine Runde geflogen wird, um dann neugierig auf dem Käfig des anderen zu landen. Das Beste, ist sie machen zu lassen und Geduld zu haben.

Meist sind neue Wellensittiche recht schnell integriert. Es kann etwas länger dauern bei Wellensittiche, die vorher jahrelang alleine gelebt haben. Aber auch sie gewöhnen sich recht schnell an einen Partner und blühen förmlich auf. In diesem Thema geht es hauptsächlich um die Vergesellschaftung in eine bestehende Gruppe.

Es ist allerdings normal, dass ein Neuling einige Zeit erst mal ignoriert wird, er kennt die Gepflogenheiten und die eigene Schwarmsprache der Wellis noch nicht. Die anderen müssen auch erst mal mit ihm warm werden. Oft ist ein Mutiger dabei, der sich seiner annimmt und dem Neuen zeigt, so es lang geht, dem folgen die anderen dann.

Dinge die man beachten sollte:

  1. Okay vom Tierarzt abwarten.
  2. Am besten bei einem Freiflug
  3. Jungvogel (< 1 Jahr alt) und Erwachsener Vogel (>1 Jahr alt) verstehen sich meist nicht so auf Anhieb. Es dauert dann etwas länger, da Ältere sich genervt fühlen.
  4. Zwei Hennen, das geht meistens auf Dauer nicht gut. Es sollte daher mindestens ein Geschlechtergleichgewicht herrschen oder Männerüberschuss.
  5. Streitigkeiten unter Wellis sind normal. Vor allem am Anfang muss die Hirarchie neu ausgelotet werden. So lange kein Blut fliesst, sollte man sich keine Sorgen machen. Sieht und hört sich meist viel schlimmer an als es wirklich ist.
  6. Die ersten Stunden sollte man beobachten, wie sie sich verhalten. Auch unter Wellis gibt es Sympathien und Anti-Sympathien.
  7. Umdekorieren vom Käfig vor dem Vergesellschaften reduziert den Heimvorteil des/r Alten.
Futterneid

Gerade wenn Hennen im Vogelbestand mit dabei sind, kommt es häufig zu Futterneid, d.h. die Vögel vertreiben sich gegenseitig vom Futternapf. Ein eventuell unterlegener Vogel, könnte dadurch nicht genug Futter abbekommen und verhungern. Um dem vorzubeugen, ist es sinnvoll, ungefähr so viele Futternäpfe wie Vögel anzubringen. Sollte man eine Voliere haben, wäre es sinnvoll auf Bodenfütterung umzustellen. Das Futter sollte hier jedoch so angebracht werden, dass die Wellis nicht hineinpollern können. Auch bei anderen Dingen, wie Spielzeug kann es zu Neid kommen, deswegen sollte man seine Wellensittiche gut im Auge haben und gegebenenfalls wenn es Streit um eine bestimmtes Spielzeug etc. gibt, ein weiteres dieser Art anschaffen.

Das Thema ein neuer Partner geht ebenfalls auf diese Situation ein.

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