Vogelpartner gestorben - was nun?

Ein Wellensittich-Pärchen ist fest zusammen und plötzlich geht einer von beiden. Das ist traurig und das nicht nur für uns Menschen. Auch der überlebende und zurückgelassene Wellensittich kann mehr oder weniger stark trauern. Wellensittiche sind unterschiedlich und so fällt auch die Trauer unterschiedlich aus. Während der eine sich gar nichts anmerken lässt, geht es so schlecht, dass er nicht einmal mehr fressen möchte. Da ist guter Rat teuer.

Erste Hilfe

Falsch wäre es, ihm einfach seinen Schicksal zu überlassen und denken, ich hole jetzt einen neuen und dann wird es wieder. Man muss auf jeden Fall ein Auge auf seinen Liebling haben, ob er frisst und trinkt. Wenn er es nicht tut, ist man neben seinem verstorbenen Partner wohl die nächste Bezugsperson für den Wellensittich und hat die Aufgabe, ihm zu trösten, abzulenken und ihm zum Fressen zu animieren. Immer mal wieder Leckereien anbieten, was er sonst so gerne gefressen hat. In diesem Zustand sollte man viel für ihn da sein.

Sofort einen neuen Partner?

Das ist immer eine zwiespältige Situation, es ist davon abhängig, wie stark der übriggebliebene Vogel trauert. Wenn er gar nicht mehr am Leben teilnimmt und apathisch ist, nichts frisst, wäre es gut, schnell einen Artgenossen zu besorgen, diesen aber nicht sofort in einem Käfig mit dem Alten unterzubringen, sondern erst einmal separat neben den Käfig zu stellen. So können sich die beiden aus der Ferne beschnuppern. Und es ist immer jemand da, der antworten kann, wenn der Witwer/ die Witwe dann mal nach seinem alten Partner ruft. So könnte er tatsächlich die Trauer schneller überwinden.

Aber trotz des neuen Freundes wird er doch wohl eine zeitlang brauchen und man sollte nicht ungeduldig werden. Es können durchaus mehrere Wochen ins Land gehen. Für einen Wellensittich kann der Tod des Partners ein großer Einschnitt in sein Leben bedeuten, es ist seelischer Stress und während dieser Zeit braucht er auch Vitamine.

Bevor man neue Vögel zu alten gesellt, sollte man im Grunde genommen immer eine Quarantänezeit von 14 Tagen einhalten und kurz einen Tierarzt-Check und eine Kotuntersuchung des Neuen machen lassen, alleine schon deshalb, um bestimmte Krankheiten erst gar nicht einzuschleppen.

Wenn man nur dieses eine Pärchen hatte, ist es in jedem Fall empfehlenswert, schnellstmöglich einen Partner dazu zu gesellen, damit er nicht alleine mit seiner Trauer bleibt. Eventuell könnte man auch die Quarantänezeit etwas verkürzen, sollte der übriggebliebene Welli zu stark trauern oder sogar das Fressen verweigern.

>Wenn man allerdings einen kleinen Schwarm zu Hause hält, muss man es jeweils abhängig von der jeweiligen Situation machen: Sind jetzt die Hennen in der Überzahl, kann das Gerangel und Gezicke um den einzigen Hahn losgehen oder sind die Männchen in der Überzahl, wird das Weibchen vielleicht zu sehr bedrängt. In diesem Fall sollte man schnell das richtige Geschlechterverhältnis wiederherstellen.

Schwarmhaltung ist natürlich optimal: Wenn man "nur" ein Pärchen hält und der eine irgendwann mal eher geht, dann trauert der Übriggebliebene und muss sich dann an einen neuen Mitbewohner gewöhnen. Darum ist Schwarmhaltung natürlich noch besser. Denn der Partner hat sofort alte Bekannte, die ihn trösten und ablenken können und muss sich nicht erst an jemand neuem gewöhnen.

Das Thema ein neuer Partner geht ebenfalls auf diese Situation ein.

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