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lateinische Bezeichnung: Neophema
pulchella
Gattungsgruppe: Pracht- und Grassittiche
Kennzeichen: Länge: 20 - 22 cm, Ringmaß: 4
mm,
Gewicht: Männchen 34-44 Gramm, Weibchen 38 Gramm. Der Kopf ist leuchtend
türkisblau und die Flügeldecken, olivgrün die Oberseite, gelb bis
gelborange die Unterseite. Obwohl sich die Geschlechter hier sehr ähnlich
sehen, gibt es doch auffallende Unterscheidungen. Der Hahn ist viel
farbintensiver und hat mehr blaue Kopffedern und zeigt einen rotbraunen
Streifen auf der Schulter. An der unteren Seite der Flügel hat er keinen
Streifen im Gegensatz zur Henne. Oft kann man diese Unterschiede schon beim
Jungtier feststellen, obwohl es der Mutter sehr ähnelt, hat er junge Hahn
bereits den Schulerstreifen und den blauen Kopf. Nach ca. 6 Monaten verfärben
sich die Hähne und bereits im Alter von 1 Jahr sind sie geschlechtsreif.
Einige Schönsittiche zeigen eine rötliche Bauchverfärbung, die bei
freilebenden Neophemas auch festzustellen ist. (Foto*)
Mutationen: Keine
Verbreitung: Australien.
Lebensraum: Sie stammen aus den hügeligen, dicht
bewaldeten Gebieten von Südostaustralien und gehören zu der Gattung der
Gras- und Prachtsittiche. Sie leben auf offenen und bewalteten Gebieten, in
den Hügeln des Great Dividing Range. Außerdem findet man sie in geschützten
Tälern an Wasserläufen und in der Umgegend von Weideland. Sie treten in
Paaren oder in kleinen Gruppen von bis zu 30 Tieren auf.
Haltung: In großen Zimmervolieren oder einer
Gartenvoliere mit Schutzraum fühlen sie sich sehr wohl, sollten allerdings
bei feucht-kaltem Wetter lieber ins Haus geholt werden, sie sind dann recht
anfällig.
Verhalten: Wie auch die anderen Unterarten der
Gras- und Prachtsittichen sind die Schönsittiche dämmerungsaktive Vögel,
die erst am Spätnachmittag und in den Abendstunden munter werden. Er ist
ein friedlicher Vogel mit einer angenehmen, melodischen Stimme, die am Spätnachmittag
und in den Abendstunden zu hören ist. Es bleibt noch zu erwähnen, dass der
Schönsittich ein sehr verträglicher Vogel ist, der problemlos auch mit
anderen friedlichen Arten gehalten werden kann. Als Jungvogel wird er
schnell anhänglich und ist wegen seiner dämmerungsaktiven Zeit eine
idealer Vogel für Berufstätige.
Ernährung: Am liebsten fressen Schönsittiche
kleine Sämereien von Gräsern und krautartigen Pflanzen. Zusätzlich nehmen
sie auch Larven, Insekten und verschiedenes Grünfutter auf.
Brut: Da die Männchen teilweise aggressiv sind
(auch den Jungen gegenüber), ist es ratsam diese Vögel paarweise zu
halten. Eine Volierengröße von ca.3 Metern wäre sinnvoll. Die Henne bebrütet
18 Tage die 4-7 Eier alleine und wird dabei vom Hahn gefüttert. Nach ca.4
Wochen fliegen die Jungen aus. Erst ca.14 Tage nach dem schlüpfen zeigt der
Hahn Interesse am Nachwuchs und beginnt auch sie zu füttern. Sollte der
Hahn jedoch die Neigung habe hinter den Jungen herzujagen, so sind sie
sofort zu trennen (der Hahn muss aus der Voliere genommen werden). Gerade
ausgeflogene Jungvögel sind sehr scheu und neigen zu Panikreaktionen. In
vielen Fällen folgt dem Erstgelege bald ein Zweit- und Drittgelege in der
gleichen Brutsaison.
Kommentar: Diese Vögel bekamen wegen ihres
Aussehens diesen Namen. "Neophema": neuer Ton und "Pulchella":
schön, rein. Es wurde schon mehrmals beobachtet, dass Schönsittiche in
kleineren Volieren nicht zu brüten begonnen haben. Sie wurden in eine größere
umgesetzt und begannen sofort mit dem Nestbau.
Dieser Steckbrief ist von Kruemel aus dem
Haustier-Center-Forum.
*© Foto (Schönsittiche) von Nicole +
Markus Stoiber. Auf dem Foto ist das Pärchen Felix und Paula zu sehen.
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