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 Rubrik: Allgemeinwissen » Vogel-Lexikon » Ziegensittich

Vogel-Steckbriefe über Sittiche u. Papageien

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Rubrik "Allgemeinwissen"
 


lateinische Bezeichnung: Cyanoramphus novaezelandiae

Gattungsgruppe: Edel- und Laufsittiche

Kennzeichen: Der Ziegensittich zählt zu den Laufsittichen und ist 27 cm lang. Er hat einen eher plumpen Körperbau, ist am Körper dunkelgrün und besitzt eine rote Stirn. Es ist schwer bei einem Ziegensittich Männchen und Weibchen zu unterscheiden und doch gibt es kleine Anhaltspunkte: Der Hahn ist größer und kräftiger als die Henne. Er hat einen bläulich-grauer Schnabel nach unten dunkler, sowie eine rote Stirnhaube mit einen Streifen hinter dem Auge. Bei der Henne ist diese rote Stirn nicht so ausgeprägt und auch der Streifen hinter dem Ohr ist kürzer. Ebenso ist der Kopf wie der Schnabel insgesamt kleiner. (*Foto)

Mutationen:  

Verbreitung: Neuseeland

Lebensraum:  In Neuseeland lebt er dort meist in Wäldern. Er bevorzugt Baumkronen, hält sich aber auch am Boden im Unterholz auf. Auf den baumlosen Inseln dient im seine grünes Gefieder als Tarnung vor Feinden.

Haltung: Der Ziegensittich ist ein geselliger kleiner Papagei, der nicht alleine gehalten werden sollte. Er kann in einer Außenvoliere mit frostfreiem Innenraum bei 8-10 Grad den Winter verbringen, allerdings eignet sich für ihn auch ein entsprechend großer Käfig. Eventuelle niedrigere Temperaturen verträgt er über kurze Zeit. Es sollte auch eine ständige Bademöglichkeit (z.B. größerer Blumenuntersetzer) für die kleinen "Wasserratten" vorhanden sein.  Der Ziegensittich hält sich hauptsächlich am Boden auf oder klettert an den Ästen der Voliere empor. Daher sollte man dafür sorgen, dass der Boden aus Erde besteht und nicht aus handelsüblichen Vogelsand. In der Voliere sollte ein Sonnenplatz geboten werden, da der Ziegensittich unter die Sonnenanbeter zählt. Ebenso benötigt er natürlich eine Möglichkeit sich in den Schatten zurückzuziehen.

Verhalten:  Er ist ein sehr friedlicher Vogel, der schnell zahm wird und sogar das Sprechen einiger Wörter erlernen kann. Der Flug des Ziegensittich ist schnell und wellenförmig und wird von einer Gleitphase unterbrochen. Seinen meckernden Lauten verdankt er seinen Namen. 

Ernährung: Das Hauptfutter des Ziegesittichs besteht aus einer guten Mischung Großsittichfutter, das aus einer kleinen Menge Sonnenblumenkerne, sowie verschiedene Sorten Hirse (hauptsächlich rote Kolbenhirse). Ebenso gerne nehmen sie Keimfutter und ständig frisches Obst und Gemüse (siehe Futter & Pflanzen). Besonders gerne werden auch die Beeren der Eberesche (Vogelbeeren) getrocknet und frisch genommen. Es sollten auch gelegentlich frische Zweige mit Blüten, Fruchtansatz oder reifen Früchten von Obstbäumen oder Weiden auch mit "Kätzchen" und Blättern zum Benagen angeboten werden.

Brut:  Die Paare brüten in Baumhöhlen, Feldhöhlen oder in Erdhöhlen teilweise in der Zeit von August bis Januar (auf die Winterbrut sollte man allerdings wegen der Gefahr der Legenot verzichten). Der Ziegensittich ist sehr fruchtbar (bei 18 Grad brütet er ganzjährig, sollte aber nur 2 mal jährlich zugelassen werden!), weil in der Natur die Eier abhanden kommen und die Jungtiere während der Nestlingzeit äußerst gefährdet sind. Der Nistkasten sollte aus unbehandeltem Holz, 20*20*30cm groß sein oder eine Baumstammhöhle mit Durchmesser von 25 cm. Das Einflugloch sollte 6cm-Durchmesser haben. Als einstreu verwendet man feine Hobelspäne die eventuell erneut eingefüllt werden muss, da die Henne es herauswirft. Ein Gelege besteht meist aus 5-6 Eiern, in Einzelfällen können bis zu 9 Eier in einem Gelege sein. Das Bebrüten beginnt ab dem 2. Ei. Die Jungen schlüpfen nach 18-19 Tagen. Am 8. Tag offnen sie die Augen und am 12. Tag sind die Federkeile zu sehen. Nach insgesamt 35-42 Tagen fliegen die Jungen aus, werden aber noch 2-3 Wochen lang von den Altvögeln gefüttert. Als Zusatzfutter sollte während der Brut- und Aufzuchtszeit Multivitaminpräperate (z.B. Quiko A-D-E-C) und Mineralstoffmischungen (Korvimin) sowie Keimfutter angeboten werden.

*©  Foto oben (Ziegensittich) von MIRATESTaol.com
©  Foto unten (naturfarbener Ziegensittich = Weibchen "Carmen") von Jasmin Kindereit. 

 
 Mitmachen!

Da es bei Ziegensittichen verschiedene Mutationen gibt, fehlt zum Punkt "Mutationen" noch die nähere Angabe. Wer hier diesbezüglich den Steckbrief über Ziegensittiche etwas erweitern möchte, kann dieses gerne tun. Wenn du mir ein Foto von deinem Ziegensittich zur Verfügung stellen möchtest, dessen Mutation noch nicht online ist, so sende es an meine eMail-Adresse . Bitte nur eigene Fotos und nicht aus Büchern, wegen dem Copyright.

Du kannst uns auch beim Vogellexikon mithelfen und uns deinen ausgearbeiteten Steckbrief über eine Vogelart, die hier noch fehlt, zuschicken. Vorerst versuchen wir, alle Sittich- u. Papageienarten steckbrieflich zu erfassen. Ein Formular zum Ausfüllen findest du hier 

 
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