🐦 Pennantsittich

lateinische Bezeichnung: Platycercus elegans

engl. Bezeichnung: Crimson Rosella

Gattungsgruppe: Platycercus

Pennantsittich (Platycercus elegans): Steckbrief und Fakten

Majestätisch leuchtend rot und faszinierend in seinem Verhalten – der Pennantsittich beeindruckt Vogelhalter und Naturfreunde gleichermaßen. Diese australische Schönheit ist nicht nur ein Blickfang, sondern überzeugt auch durch ihr friedliches Wesen und spannende Sozialstrukturen.

📝 1. Checkliste – Steckbrief Pennantsittich

  • Systematik: Einordnung und Verwandtschaft
  • Kennzeichen: Optische Merkmale
  • Geschlechtsunterschiede: Aussehen und Maße
  • Mutationen: Farbvarianten
  • Verbreitung: ursprünglicher Lebensraum
  • Verhalten: typische Eigenschaften, Lautstärke
  • Haltung: Volierengröße, Pflege, Sozialverhalten
  • Ernährung: Futter in der Natur und Haltung
  • Brut: Fortpflanzung in Freiheit und Zucht
  • Kommentare: Besonderheiten und Hinweise

🌿 Systematik

  • Ordnung: Papageien (Psittaciformes)
  • Familie: Altweltpapageien (Psittaculidae)
  • Gattung: Plattschweifsittiche (Platycercus)
  • Art: Pennantsittich (Platycercus elegans)

✨ Kennzeichen (Aussehen)

  • Größe: 32–37 cm, etwa 110–170 g
  • Gefieder: intensives Karminrot mit schuppigen schwarzen Rückenmuster
  • Wangen, Kehle, Schwanzfedern und Flügelvorderrand: leuchtend blau
  • Oberer Schnabel: hell bis weißlich, unterer Schnabel: dunkelgrau
  • Augen: dunkelbraun
  • Beine: graubraun
  • Jungvögel: anfangs grünlich, färben sich später rot
  • Lebenserwartung: 20–25 Jahre

♂ / ♀ Geschlechtsunterschiede

  • Weibchen meist etwas kleiner und leichter als Männchen
  • Im Farbton kaum Unterschiede, Weibchen manchmal matter gefärbt
  • Zuverlässige Geschlechtsbestimmung oft nur über Größe und Gewicht oder DNA-Test

🌈 Mutationen

Bei Züchtern und in Volieren kommen verschiedene Farbmutationen vor:

  • Blau
  • Gelb (lutino)
  • Olive
  • Cinnamon
  • Kombinationen und Mischfarben

🌍 Verbreitung (Herkunft und Lebensraum)

  • Ursprünglich: Südöstliches Australien
  • Lebensraum: Feuchte Wälder, Lichtungen, Parks sowie Küstenwald und Gebirge bis 1900 m
  • Anpassungsfähig, auch in Städten und Gärten zu finden
  • In Europa als Ziervogel beliebt

🕊️ Verhalten

  • Sehr friedlich und zutraulich
  • Lebt in Paaren oder kleinen Schwärmen
  • Bodenaktiv – hält sich gerne am Boden auf
  • Rufe: „Kiwik kiwik“, von angenehm bis deutlich hörbar
  • Während der Nahrungsaufnahme leise und zwitschernd
  • Keine ausgeprägten Störenfriede, aber kontaktfreudig
  • Spieltrieb und soziale Intelligenz stark ausgeprägt

🏡 Haltung

  • Paare oder kleine Gruppengröße nötig (Einzelhaltung nicht empfehlenswert)
  • Mindestvolierengröße: ab 2 Meter Länge (je größer, desto besser)
  • Ausstattung: Kletteräste, frische Zweige, Spielmaterial
  • Mindesttemperatur: nicht unter 10 °C
  • Regelmäßiges Badewasser, frisches Trinkwasser
  • Ruhiges, helles Plätzchen bevorzugt

🥭 Ernährung

In der Natur:

  • Grassamen und Baumfrüchte
  • Samen von Eukalyptus, Akazien, wildwachsenden Pflanzen
  • Beeren, Früchte, Nektar, gelegentlich Insekten und deren Larven

In der Haltung:

  • Großsittichfutter, maximal 6% Sonnenblumenkerne
  • Frisches Obst und Gemüse, z. B. Apfel, Möhren
  • Walnüsse (ohne Schale), gekeimte Saaten
  • Grit, Sepiaschale, Kalkstein zur Schnabelpflege
  • Ab und zu Ei-Futter oder Insekten als Proteinquelle

🐣 Brut

In der Natur:

  • Brut in Baumhöhlen, meist im Eukalyptus
  • Brutzeit: August bis Januar/Februar
  • Gelege: 3–7 (meist 4–6) weiße Eier
  • Brutdauer: 19–21 Tage, ausschließlich Weibchen
  • Nestlingszeit: etwa 5 Wochen, Eltern füttern gemeinsam
  • Junge flügge nach etwa fünf Wochen und dann weitere vier Wochen bei den Eltern

In der Voliere:

  • Große Nistkästen erforderlich
  • Voliere muss geräumig genug für Jungtiere sein
  • Nachzucht gelingt leicht bei guter Pflege und passendem Klima

💬 Kommentare

  • Pennantsittiche faszinieren durch ihr prachtvolles Farbbild und ihr ausgeglichenes Wesen
  • Einstiegsart für erfahrene Halter mit ausreichend Platz
  • Jungvögel sind erst grün, färben sich mit der Jugendmauser um
  • Als Australien-Botschafter im heimischen Vogelzimmer beliebt