🐦 Sonnensittich (Aratinga solstitialis)
lateinische Bezeichnung: Aratinga solstitialis
Gattungsgruppe: Keilschwanzsittiche
📋 Steckbrief auf einen Blick
- Wissenschaftlicher Name: Aratinga solstitialis
- Größe: ca. 30 cm
- Gewicht: ca. 110 g
- Gefieder: Leuchtend gelb mit orange-rotem Kopf und grün-blauen Flügeln
- Verbreitung: Nordost-Südamerika (Guyana, Suriname, nördliches Brasilien)
- Lebensraum: Trockene Wälder, Savannen, Waldränder
- Nahrung: Samen, Früchte, Beeren, Blüten
- Brutzeit: Februar bis Mai
- Gelege: 3–4 Eier
- Status (IUCN): Gefährdet (Vulnerable)
🟡 Kennzeichen (Aussehen)
Der Sonnensittich ist ein auffallend farbenprächtiger Papagei. Er erreicht eine Körperlänge von etwa
30 cm und wiegt rund 110 Gramm. Sein Gefieder zeigt
leuchtend gelbe Grundfarben, während Kopf und Brust intensiv orange-rot
gefärbt sind. Die Flügeldecken schimmern grün, und die
Schwungfedern sind bläulich. Der kräftige Schnabel ist schwarz,
die Augen dunkelbraun und von einem weißen, unbefiederten Augenring umgeben.
Männchen und Weibchen sind äußerlich kaum zu unterscheiden (monomorph).
Der Ruf ist laut, schrill und durchdringend, besonders als Kontaktruf innerhalb des Schwarms.
🌎 Verbreitung (Herkunft und Lebensraum)
Das natürliche Verbreitungsgebiet des Sonnensittichs liegt in Nordost-Südamerika,
insbesondere in Guyana, Suriname, Französisch-Guayana und dem
nördlichen Brasilien. Er bewohnt lichte Wälder, Savannenlandschaften, Waldränder
und Palmenhaine bis etwa 1.200 Meter Höhe.
Die Art gilt laut IUCN als gefährdet (Vulnerable). Hauptursachen sind
Lebensraumzerstörung und der illegale Fang für den Heimtierhandel.
🌿 Ernährung
In der Natur besteht die Nahrung der Sonnensittiche aus Samen, Früchten, Nüssen, Beeren,
Blüten und Knospen. Sie sind häufig in Frucht tragenden Bäumen zu beobachten.
In Menschenobhut sollte ihre Ernährung aus hochwertigen Körnermischungen, frischem Obst und Gemüse,
Keimfutter und Mineralien bestehen. Wichtig ist Abwechslung,
um Mangelerscheinungen vorzubeugen.
🪶 Brut
Die Fortpflanzungszeit fällt in der Regel in die Trockenzeit von Februar bis Mai.
Sonnensittiche nisten in Baumhöhlen. Ein Gelege besteht aus 3 bis 4 weißen Eiern,
die etwa 23 Tage bebrütet werden.
Die Jungvögel schlüpfen nackt und blind und werden etwa 7 bis 8 Wochen
lang im Nest gefüttert. Anschließend bleiben sie noch kurze Zeit bei den Eltern.
💬 Kommentare / Besonderheiten
Sonnensittiche sind ausgesprochene Schwarmvögel mit starkem Sozialverhalten.
Sie kommunizieren lautstark und zeigen hohe Intelligenz und Verspieltheit.
In Menschenobhut benötigen sie ausreichend Platz, soziale Kontakte und
Beschäftigungsmöglichkeiten. Wegen ihrer Lautstärke sind sie
nicht für jede Wohnsituation geeignet.
Die Art ist in Anhang II des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) gelistet.
Haltung und Zucht sind nur mit gültigen Herkunftsnachweisen erlaubt.
