Schreckmauser

Wir haben es mit der Schreckmauser - auch Schockmauser genannt - wieder mit einer Sonderform der Mauser zu tun. Also im engeren Sinn ist es keine Mauser, sondern eine Reaktion auf eine Schrecksituation.

Ursache, Symptomatik und Vorgehen

Die Ursachen einer Schreckmauser sind buchstäblich Angst und Schrecken. In der Natur können Vögel in Gefahrensituationen plötzlich alle Schwanzfedern und Teile des Kleingefieders abwerfen. Nützlich ist das, wenn ein Angreifer versucht, den Vogel als Beute zu erhaschen. Die Natur hat es dem Vogel so eingerichtet, dass aufgrund dieser Schrecksituation die Angriffsfläche möglichst klein gehalten wird und die Federn abgeworfen werden können. So kann er eventuell einer Geahrensituation entkommen.

Bei all dem bleibt die Flugfähigkeit meistens erhalten und der Vogel kann so dem Angreifer entfliehen. Allerdings gibt es auch Fälle, in denen so viele Federn einseitig abgestoßen werden, dass der Vogel vorerst nicht flugfähig ist, weil er das Gleichgewicht im Flug nicht halten kann. Die so verlorenen Federn wachsen relativ schnell wieder nach, meistens noch vor der normalen Mauser.

Unsere Wohnungs-Wellensittiche benötigen diesen natürlichen Abwehrmehanismus nicht (es sei denn, es gibt noch andere Tiere oder Kleinkinder im Haushalt). Aber dennoch kann extremer Schrecken oder Angst zu dieser Abwehrreaktion führen, wie zum Beispiel das Einfangen des Vogels durch den Besitzer oder nächtliche Panikattacken.

Fotos


Schreckmauser nach nächtlicher Panikattacke am 26.01. Robby war dadurch flugunfähig.


Die ausgefallenen Federn, die ich vorfand, fein säuberlich abgestoßen.


Nach ca. 6 Wochen waren alle Federn wieder komplett nachgewachsen.

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