Der Rosellasittich - engl. Eastern rosella
lateinische Bezeichnung: Platycercus eximius
Gattungsgruppe: Plattschweifsittiche
Der Rosellasittich – häufig einfach Rosella genannt – gehört zu den farbenprächtigsten Plattschweifsittichen Australiens. Seit über 150 Jahren wird er in Europa gehalten und gezüchtet und ist heute ein beliebter Heim- und Volierenvogel. Er braucht viel Freiflug und kann teilweise sogar sprechen lernen.
Kennzeichen (Aussehen)
Rosellasittiche zeigen ein leuchtend rotes Kopf- und Brustgefieder, grünliche Flanken und eine gelblich-grüne Unterseite. Die schwarzen Rückenfedern mit farbiger Säumung ergeben eine typische Schuppenzeichnung. Auffällig sind die großen Wangenflecken (meist blau oder weiß) und der breite, flache Schwanz.
Mutationen
In der Zucht sind zahlreiche Farbmutationen entstanden, die sich vor allem im Blau-, Gelb- und Rotanteil unterscheiden.
- Blau
- Zimt
- Lutino
- Albino
- Rubino
- Opalin
- Pallid
Wichtiger Hinweis: Bei einigen Mutationen ist der **Wangenfleck** ein wichtiges Erkennungsmerkmal für eine eindeutige Bestimmung.
Geschlechts- und Größenunterschiede
Hähne und Hennen sehen sich sehr ähnlich; Weibchen sind meist etwas matter gefärbt und zierlicher am Kopf. Die Lebenserwartung liegt bei etwa 15–20 Jahren, in Einzelfällen bis zu 30 Jahren.
Unterarten
Zu den bekanntesten zählen der Prachtrosella, der Rosella (Normalform) und der Tasmanische Rosella. Unterarten können sich in Freiheit und Haltung miteinander kreuzen; Mischlinge sind fruchtbar, was die Bestimmung reiner Formen erschwert.
Verbreitung (Herkunft)
Südost-Australien und Tasmanien; zudem in Teilen Neuseelands eingebürgert.
Lebensraum
Bevorzugt offene Wälder, Savannen, Parklandschaften und Bereiche nahe menschlicher Siedlungen. Außerhalb der Brutzeit leben Rosellasittiche in Gruppen, zur Brutzeit bilden sie Paare.
Haltung
Am besten paarweise in großen Außenvolieren (mind. 4 × 2 m pro Paar) mit viel Flugraum. Während der Brutzeit können Rosellasittiche gegenüber anderen Arten aggressiv sein – daher keine Gemeinschaftshaltung empfohlen. Ein Schutzhaus ist sinnvoll.
Verhalten
Aktiv, lebhaft, teils territorial, besonders während Balz und Brut. Männchen können untereinander streiten.
Ernährung
Kleinsämereien, Gräser, Kräutersamen, Beeren, Früchte, Nektar und gelegentlich Insekten. In Menschenobhut hochwertige Sittichmischung, ergänzt durch Grünfutter, Äste, Mineralien und immer frisches Wasser.
Brut
4–9 Eier, Brutdauer ca. 20 Tage. Küken fliegen nach etwa 5 Wochen aus. Häufig zwei Bruten pro Saison. Jungvögel sind anfangs blasser und mausern mit rund 15 Monaten ins Erwachsenengefieder.
Kommentar
Reine Unterarten sind in der Zucht zunehmend selten, da häufig Kreuzungen entstehen. Eine gezielte Erhaltungszucht ursprünglicher Merkmale ist wichtig.
