Wellensittiche im Winter

Temperatur und Luftfeuchtigkeit Wellensittiche sind zwar tropische Vögel, aber sie mögen es weder zu warm, noch zu kalt. Die Temperaturen, die sie gut aushalten - vorausgesetzt sie sind jung und gesund - liegen zwischen 16 und 26 Grad, was die unterste bzw. oberste Grenze wäre.

20-22 Grad Raumtemperatur

Optimal sind Temperaturen um die 20-22 Grad. Bei dieser Temperatur fühlt sich der Wellensittich am wohlsten.

Thermometer

Ohne ein Thermometer wird man nicht wissen, wie kalt es ist, deshalb sollte in jedem Vogel-Haushalt ein Raumthermometer vorhanden sein. Es gibt billige, die nur die jeweilige Raumtemperatur anzeigen, aber auch solche mit Zusatzfunktionen wie einen Minimalspeicher. Bei diesen Geräten kann man ablesen, was die niedrigste Temperatur z.B. während der Nacht war, so sieht man, wie schlimm (kalt) es wirklich in der Nacht war und kann das Problem einer zu starken Nachttemperatur-Absenkung gegensteuern. Wellensittiche vertragen nämlich keine zu starken Temperaturschwankungen.

Heizungsluft - trockene Luft

Wie bereits im Kapitel Licht beschrieben, ist auch ein helles Licht für deren Gesundheit wichtig und das leuchtet auch vielen Haltern ein. Aber was oft kaum beachtet wird, ist die optimale Luftfeuchtigkeit. Gerade im Winter bei aufgedrehter Heizung ist die Luft generell oft zu trocken. Der Wellensittich reagiert auf trockene Luft sehr empfindlich. Die Schleimhäute können austrocknen und dadurch Schaden nehmen, somit haben Keime leichtes Spiel, sich festzusetzen und zusätzlich besteht damit einher gehend die Gefahr, dass sich Schimmelpilze in der Lunge ausbreiten. Die optimale Luftfeuchtigkeit für Wellensittiche liegt bei 45% und 60%.

Hygrometer

Um einen Überblick über die Luftfeuchtigkeit zu haben, empfiehlt sich außerdem ein Hygrometer (Luftfeuchtigkeitsmesser). Diese bekommt man günstig im Internet oder in Baumärkten.

Das Raumklima im Winter verbessern

Die Luftfeuchtigkeit lässt sich im Winter durch diverse geeignete Maßnahmen erhöhen. Angestrebt werden sollte ein durchschnittlicher Wert von 50%.

  • Feuchte Tücher auf die Heizung legen. Durch die Verdunstung wird die Raumluft angenehm befeuchtet. Am besten dafür Baumwoll-Tücher nehmen. Alternativ kann man auch feuchte Wäsche zum Trocknen im Raum aufhängen.
  • Geeignete Grünpflanzen, diese sorgen für ein gesundes Raumklima, z.B. Grünlilien. Pflanzen regelmäßig besprühen, um den Transspirationszyklus in Gang zu halten.
  • Elektrische Luftbefeuchter / Luftwäscher. Bei Luftbefeuchtern bitte immer darauf achten, dass sie geschlossen sind. Offene Luftbefeuchter können sonst zur Todesfalle werden, wenn die Vögel neugierig die Öffnungen untersuchen!
  • Gefäß mit Wasser auf den Heizkörper stellen. Hier ist aber Vorsicht geboten! Darauf achten, dass beim Freiflug nichts passieren kann, evtl. während der Zeit entfernen. Der Vogel kann in vasenähnlichen Gefäßen ertrinken, schalenförmige Gefäße sind vorzuziehen, allerdings kann hierbei das Wasser sehr heiß werden. Besser einen Teekessel mit aufgelegtem Deckel.
  • Zwischendurch stoßlüften - dafür unbedingt die Vögel aus dem Raum stellen - siehe Thema Zugluft.
  • Vogelbrunnen. Diese der Größe des Raumes anpassen, diese kann man selber basteln und die Teile zum regelmäßigen Reinigen auseinander nehmen.

Vorsicht vor gekauften Zimmerbrunnen

VogelbrunnenGekaufte Zimmerbrunnen sind kritisch zu sehen und nicht zum Baden geeignet, weil sie dazu neigen, schnell zu verkeimen, da schlecht auseinander zu nehmen oder Ecken und Ritzen haben, die beim Säubern schlecht zu erreichen sind. Die Verkeimungsgefahr ist im Sommer noch höher als im Winter. Deshalb ist es ratsam, einen Vogelbrunnen selber zu basteln, da kann man sich die erforderlichen Teile selber aussuchen. Am besten mehrere Ersatzschläuche (Aquariumschlauch) zum Austauschen fertigen (damit der benutzte Schlauch mindestens 24 Stunden durchtrocknen kann). Nach Gebrauch muss das Wasser entfernt und alle Teile Gebrauch gründlich gereinigt und getrocknet werden.

Frische Luft

Nicht nur durch die Heizungsluft, auch durch das Lüften zwischendurch sinkt die Luftfeuchtigkeit. Das Lüften macht aber Sinn, da dadurch frische Luft zugeführt wird, was für Mensch und Tier wichtig ist. Sollte die Luftfeuchtigkeit zu niedrig sein, kann man wieder nasse Tücher auf die Heizung legen oder den Luftbefeuchter / Luftwäscher anstellen.

Thema Licht

Dafür gibt es zwei gesonderte Themen und wird dort sehr ausführlich behandelt:

Vogellampen - Hier geht es um Vogellampen und die richtige Beleuchtung.

Licht - Hier geht es um Nutzen, Wichtigkeit und Fakten über Tageslicht.

Zugluft und Temperaturschwankungen

Nicht jeder Sittichhalter lebt in Deutschland oder hat im Winter eine warme Wohnung. Wer in kalten, zugigen Häusern lebt, hat vielleicht nicht die Möglichkeiten für gleichbleibende Temperaturen zu sorgen. Sowohl die kalten Temperaturen als auch ein ständiger Luftzug, der aufgrund von Ritzen oder schlecht schließenden Fenstern durch die Wohnung strömt, können der Gesundheit eines Wellensittichs schaden. Während wir Menschen uns warm anziehen oder uns unter eine Decke kuscheln können, sitzt ein Wellensittich in seinem Käfig und hat nur sein Federkleid. Wenn er dann auch noch in der Mauser ist, könnte das wirklich zu einem gesundheitlichen Problem werden. Aber auch hier gibt es Lösungen.

Käfig abdecken

Der erste Schritt, um Kälte und Zugluft fernzuhalten und den Vogel zu schützen, ist zumindest im Winter nachts eine dichte Decke über den Käfig bzw. die Voliere zu legen. Die Decke ist wie eine Barriere und sorgt dafür, dass die Luft im Käfig nicht zu stark zirkuliert. Der Wellensittich kann somit seine Eigenwärme halten. Der Käfig soll nicht vollständig abgedeckt werden, ein kleiner Spalt oder eine schmale Seite kann offen bleiben, damit die Vögel noch genug Sauerstoff bekommen.

Fensterabdeckungen

Um zu verhindern, dass im Winter durch schlecht isolierte Fenster und Türen kalte Luft eindringt, können z.B. Fenster mit Folie abgedichtet werden. Im Sommer kann diese Folie wieder entfernt werden. Um ein schlecht isoliertes Fenster zu entlarven, klemmt man einfach ein Blatt Papier in das geöffnete Fenster und schließt es dann. Lässt sich das Blatt leicht herausziehen, ist das ein Zeichen, dass auch kalte Luft eindringt. Auch eine Fensterbankfuge könnte Abhilfe schaffen, dort wo Fensterrahmen und Fensterbank aufeinander treffen, dringt auch oft kalte Luft durch die Ritze. Türen lassen sich mittels Zugluftschlangen abdichten.

Raumheizungen

Die meisten Wohnungen besitzen Heizkörper. Bitte sei hier vorsichtig, da sie sehr heiß werden können und oft ein kleiner Spalt zwischen Heizung und Wand ist. Vögel können sich hier verbrennen oder in diesen Spalt geraten und dann zwischen Wand und Heizung eingeklemmt werden und sich dabei ernsthaft verletzen.

Also bitte immer beaufsichtigen. Zur Not die Heizung so weit herunter schalten, dass sie nur noch lauwarm ist.

Denke daran, der Wellensittich fühlt sich bei einer Temperatur zwischen 20 und 22 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von 45% - 60% am wohlsten.

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Dies ist eine private Tierschutzinitiative für Wellensittiche. Das Ziel ist, über artgerechte Haltungsbedingungen zu informieren, um diesen Vögeln ein gesundes und glückliches Leben zu rmöglichen.